St. Coloman Kirche

Eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten im östlichen Allgäu ist die barocke St. Coloman Kirche. Sie befindet sich im Süden Bayerns in der Nähe der Gemeinde Schwangau.

 Sehenswürdigkeit in Schwangau
 Sehenswürdigkeit
 Dauer ca.: beliebig
 Ort: Schwangau
 Einzugsgebiet: Füssen

 Website besuchen/weitere Infos

Über den heiligen Coloman selbst ist nicht sehr viel bekannt. Vermutlich handelte es sich der Legende nach um einen irischen Königssohn. Coloman soll bei einer Pilgerreise ins heilige Land vor den Toren Schwangaus im Jahr 1012 eine Rast eingelegt haben und zwar genau an der Stelle, an der heute die St. Coloman Kirche steht. Nach ihm wurde die Kirche später benannt.
Zu Colomans Lebzeiten gab es zwischen Bayern und Böhmen heftige Auseinandersetzungen. Sein fremdländisches Aussehen wurde Coloman zum Verhängnis. Man hielt ihn für einen böhmischen Spion und nahm ihn fest. Er wurde gefoltert und am 17. Juli schließlich erhängt. Der Sage nach ereigneten sich in der folgenden Zeit mehrere Wunder, die die Menschen auf Coloman zurückführten. Er wurde am 13. Oktober 1014 durch den Eichstätter Bischof Megingaud heilig gesprochen. Anschließend überführte man seine sterblichen Überreste nach Melk an der Donau, wo sie in der Siftskirche beigesetzt wurden. Die offizielle Heiligsprechung durch Papst Innozenz IV. erfolgte erst später, und zwar im Jahr 1245. Bis heute gilt der heilige Coloman als Schutzpatron für Mensch und Tier auf Reisen und bei Krankheiten. Sein Namenstag wird am 13. Oktober begangen. In Melk findet jedes Jahr an diesem Tag zu seinen Ehren der “Kolomanikirtag” statt.

Geschichte der St. Coloman Kirche

Bereits seit vielen Jahrhunderten befanden sich am Standort der heutigen St. Coloman Kirche unterschiedliche sakrale Bauwerke. Überliefert ist der Bau einer Feldkapelle im 15. Jahrhundert. Bischof Johann von Augsburg weihte sie am 8. August 1495 feierlich ein. Die Bedeutung der St. Coloman Kirche als Wallfahrtsort nahm im Lauf der Zeit immer mehr zu, so dass bald eine Erweiterung des Gotteshauses notwendig wurde. Im Jahr 1673 wurde an derselben Stelle schließlich eine neue Kirche errichtet. Der Wessobrunner Baumeister Johann Schmuzer entwarf das Gotteshaus. Der Bau wurde im Jahr 1678 vollendet. Der Kirchturm an der Westseite entstand im Jahr 1682. Weitere Anbauten kamen in den folgenden Jahren hinzu: Ein Chorgestühl (1711), ein Vorzeichen (1714) sowie eine Empore (1730).

Architektur und Lage der St. Coloman Kirche

Die St. Coloman Kirche zählt auch aufgrund ihrer exponierten Lage zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Bayerns. Sie befindet sich mitten auf freiem Feld mit Blick auf das Schloss Neuschwanstein und die Schwangauer Berge. Die barocke Wallfahrtskirche besteht aus einem lang gestreckten Außenbau mit einem ziegelgedeckten Dach und einem hohen Kirchturm mit der typischen Zwiebelhaube. Neben der Kirche befindet sich der alte Friedhof. Er wurde während einer Pestepidemie in den Jahren 1635/1636 angelegt und wird durch niedrige Mauern umrahmt.
Auffallend ist darüber hinaus die prachtvolle Stuckdekoration im Innenraum des Gotteshauses. Aufwändige Engel und Blattornamente verzieren die Decken und Wände der St. Coloman Kirche. Im gleichen Stil sind auch die Marmoraltäre Wessobrunners gehalten. Der Hochaltar enthält eine Darstellung des heiligen Coloman sowie eine Reliquie des Heiligen. Sie wurde im Jahr 1720 durch den Abt von Melk gestiftet.

Schaut Euch auch unbedingt die Bilder der Coloman Kirche und das Video mit Luftaufnahmen an! Und wie immer – wenn´s Euch gefällt, liked oder teilt es bitte!

Jedes Jahr findet übrigens der so genannte Colomansritt statt. Wir werden Euch an dieser Stelle das Datum bekannt geben, sobald dieses feststeht.

Vielen Dank und viel Spaß beim Besuch der St. Coloman in Schwangau.


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Michael
Veröffentlicht von Michael
…...in Füssen geboren und aufgewachsen, ist nach über zehn Jahren in seine Heimatstadt zurückgekehrt, wo er nun eine kleine Familie gegründet hat und seiner Tätigkeit als selbständiger Web Developer nachgeht.

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Michael Helmer bei Google+ | veröffentlicht am 27. Mai 2014

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