Wildfütterung

Um den Jungwildbestand zu sichern, wird das heimische Rotwild jeden Winter von den Jägern an extra errichteten Futterstellen mit Heu, Rüben und Silage gefüttert. Dies ist eine Attraktion, von welcher nur wenige Besucher wissen und diese somit leider verpassen. Die Futterstelle liegt zwischen Brunnen und Buching und kann zu Fuß auch im Winter leicht erreicht werden. Wer nicht laufen möchte oder kann, der hat auch die Möglichkeit, dorthin eine schöne Fahrt mit dem Pferdeschlitten zu unternehmen. Diese fahren täglich um 14:00 vom Parkplatz hinter der Brücke in Brunnen am Forggensee zur Futterstelle. Wer zur Futterstelle spazieren möchte, dem sei gesagt, dass der Weg mitunter ziemlich glatt sein kann, griffestes Schuhwerk oder Wanderstöcke sind also ratsam. Hier ein kleines Video der Hirschfütterung in Brunnen bei Schwangau

Die Futterstelle ist mit einem Tor versperrt, welches kurz vor drei Uhr vom Jäger geöffnet wird. Daher raten wir jedem, rechtzeitig loszulaufen denn während der Fütterung ist das Tor normalerweise verschlossen um das Wild durch spät eintreffende Besucher gestört wird. Wenn man Glück hat, kann man bei einer Fütterung über 100 Hirsche zu sehen bekommen, neben vielen Jungtieren sind oftmals auch Hirsche von beachtlichem Ausmaß dabei. Das Rotwild zieht im Übrigen jeden Winter aus den verschneiten Bergen ins Tal zur Futtersuche hinunter. Als der Forggensee noch nicht vorhanden war, konnten sich die Tiere in den nahrhaften Auen des Lechs Futter suchen, doch mittlerweile müssen sie mit Futterstellen “durch” den Winter gebracht werden. Im Frühjahr zieht sich das Wild erneut in die Allgäuer Ausläufe des Ammergebirges zurück. Das Rotwild benötigt meist eine kleine Anlaufszeit, bis es sich in Sicherheit gewogen fühlt und sich an die Zuschauer gewöhnt hat, daher ist es ratsam, erst gegen Mitte/Ende Dezember zur Futterstelle zu gehen, ansonsten kann es auch vorkommen, dass man die Hirsche nur kurz sehen kann, bevor es sich aufgeschreckt in den Wald zurück zieht.