Der Forggensee

Da das Wasser des Forggensees im Winter nahezu komplett abgelassen wird, ist der See zu dieser Jahreszeit begehbar und man kann Reste der für den Bau des Stausees abgerissenen Häuser sehen. Sogar die alte Römerstraße Via Claudia, welche durch den Bereich des heutigen Forggensees führte, ist dann noch gut zu erkennen.

Obwohl der Forggensee in seiner heutigen Form ein von Menschenhand angelegter Stausee ist, so befindet er sich in einem vom Lechgletscher gebildeten natürlichen Becken, in welchem nach der letzten Eiszeit ein weitaus größerer See lag.
Heutzutage dient der Forggensee hauptsächlich zur Stromerzeugung und als Kopfspeicher für Wasserkraftwerke, welcher lechabwärts gelegen sind. Zudem dient er als Auffangbecken nach Einsetzen der Schneeschmelze um Hochwasser zu regulieren.

Während des Sommers ist der Forggensee ein hervorragender Ort zur Naherholung. Vom Bootshafen im Weidach in Füssen ausgehend, kann man z.B. Schifffahrten mit der MS Füssen über den Forggensee unternehmen. Aber auch sämtliche Arten von Wassersport werden auf dem Forggensee betrieben. In der Nähe des Bootshafens in Füssen wurde 1998 das so genannte Festspielhaus in Füssen eröffnet, welches jahrelang das Musical Ludwig II. – Sehnsucht nach dem Paradies aufführte.