Burgruine Hohenfreyberg und Eisenberg

Burgruinen Eisenberg und Hohenfreyberg

Die Burg Eisenberg wurde von Peter von Hohenegg um 1315 erbaut. Urkundlich erwähnt wurde sie allerdings erst 1345. Am Ende des 13 Jh. erwarb 1382 übernahm Herzog Leopold III. von Österreich die Herrschaft über die Burg. Er benutzte sie etwas später um sie Friedrich von Freyberg als Lehen zu geben.

Durch den Bauernkrieg trug die Burg schwere Schäden davon. Diese wurden von Werner Volker von Freyberg durch aufwendige Renovierungsarbeiten schließlich im Jahr 1525 wieder behoben. Leider jedoch fiel die Burg am 15 September 1646 den Flammen des Dreißigjährigen Krieges zu Opfer und brannte bis auf die Grundmauern ab, so dass schließlich nur noch die heutigen Ruinen übrig blieben.

Burgruine Hohenfreyberg

Die Nachbarsburg von Burg Eisenberg wurde von Friedrich von Freyberg-Eisenberg zu Hohenfreyberg zwischen 1418 bis 1432 errichtet. Sie zählt zu den letzten Burgneubauten im mittelalterlichen Stil und ist daher etwas ganz Besonderes. Genau wie die Nachbarsburg Eisenburg wurde auch die Burg Hohenfreyberg im dreißigjährigen Krieg abgebrannt. Auf diesem Weg sollte verhindert werden, dass die beiden Burgen von den Gegnern als Stützpunkt misssbraucht würden.

Ein wunderbares Ausflugsziel

In den neunziger Jahren wurden beide Burgen saniert. Heute kann man sie kostenfrei
besichtigen. Lediglich kritische Bereiche sind für den Besucher nicht zugänglich. Innerhalb der Ruinen sind jeweils viele Infotafeln aufgehängt, an denen die Geschichte der Burgen sehr gut erläutert ist. Besonders in Burg Eisenberg kann man die damalige Zimmeraufteilung noch gut rückkonstruieren. Eindrucksvoll sind aber nicht nur die beiden Burgen. Auch die Aussicht auf das Umland ist imposant. So ist es möglich, bis zu den Allgäuer- und Tiroler Alpen hinüberzublicken.

Von den Orten Zell oder Weizern sind die Burgen zu Fuß innerhalb von 45 Minuten erreichbar. Wer nicht so weit wandern möchte, kann seinen Rundgang auch von der Schlossbergalm in Eisenberg starten. Von dort aus dauert die Wanderung zu den Ruinen lediglich 20 Minuten. Die Alm ist über das ganze Jahr geöffnet und besonders attraktiv für Familien mit Kindern, da hier auch ein Spielplatz und ein Tiergehege mit Ziegen und Hasen Vorort sind. Auch das Einnehmen einer gemütlichen Brotzeit oder Kaffee und Kuchen ist auf der Alm möglich. Die beiden Burgen selber sind etwa fünf Minuten voneinander entfernt. Bei besonderem Interesse ist zudem ein Besuch im Burgenmuseum empfehlenswert. Dieses liegt in Zell und offeriert dem interessierten Besucher Fundstücke aus beiden Burgen. Geöffnet hat es an Feiertagen und am Wochenende.